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Der Kangal - majestätischer Hirtenhund Anatoliens

 

Seit Urzeiten  werden die Schaf- und Ziegenherden im Hochland von Anatolien von riesigen Hunden begleitet.

Funde aus neolithischer Zeit (9000 - 7000 v.Chr.) und auch spätere archäologische Funde (bei den Hethitern 2000 v. Chr. und bei den Babyloniern 750 v. Chr.) belegen die Existenz von grossen Wachhunden vom molossoidem Typ. Er wird angenommen dass die Hirtenhunde der Türkei von den grossen Kriegshunden des mittleren Ostens abstammen.

Die Hirten des Hochlandes sind sehr stolz auf ihre wehrhaften Hunde, jedoch ist die Haltung sehr primitiv und karg. Ganzjährig leben Kangals im Freien wobei die Temperaturen im Sommer die 40 Grad Marke übersteigen können und im Winter Schneestürme über das Land ziehen.

Die Ernährung der Hunde beschränkt sich auf Brei aus Mehl mit Milch oder Wasser, Fleisch sieht ein Kangal kaum ausser er findet Aas oder ein paar abgenagte Knochen.

Unter solchen Bedingungen können nur die gesündesten Tiere überleben, die aber trotz der Ernährung und den extremen Witterungsbedigungen der anatolischen Hochebene bis zu 20 Jahre alt werden können.

Ein Kangal arbeitet selbständig ohne Befehle, dabei bleibt er auch bei Abwesenheit des Hirten bei seiner Herde ohne diese zu beunruhigen.

Die Augen fast geschlossen, aber hellwach liegen diese Hunde - meist zu dritt - tagsüber auf einem Hügel und bewachen die Herde, sind jedoch bei Gefahr - wenn sich ein Wolf nähert - hellwach und gehen auf ihren Gegner zu.

Kangals sind keine Kampfhunde, sie pflegen nur bei echter Gefahr anzugreifen, lautloss. Ein Kangal kennt keine Kompromisse wenn es gilt das ihm Anvertraute zu verteidigen.

Die imposante Erscheinung, über Jahrtausende zur Perfektion ausgereift, der Stolz, die Eigenständigkeit und Freiheitsliebe machen diese Hunde zu etwas ganz Besonderem.